Palliativzentrum - SAPV
Unser Anspruch

In Würde leben bis zuletzt
Um dieses Anliegen von Menschen mit einer nicht heilbaren Erkrankung bei einer begrenzten Lebenszeit zu unterstützen, bietet das Team des Palliativzentrums Harz die gesetzlich geregelten Leistungen der Spezialisierten ambulanten Palliativversorgung, kurz SAPV. Im Mittelpunkt stehen die Wünsche und Bedürfnisse der Betroffenen und ihrer Angehörigen. Wir tragen dazu bei, unnötige Krankenhausaufenthalte zu vermeiden. Mitgefühl und Würde sollen auch am Ende des Lebens oberste Priorität haben. Dafür braucht es Menschen, die ihnen Sicherheit geben, durch medizinisch-pflegerische Beratung, durch psychozoziale Unterstützung und respektvolle und einfühlsame Begleitung.

Die SAPV ist ein besonderes Angebot für Patientinnen und Patienten im fortgeschrittenen Stadium der Erkrankung. Nicht nur sie sollen Unterstützung bekommen, auch die Angehörigen werden mit ihren Sorgen, Ängsten und Nöten ernst genommen.

Die meisten Menschen wollen in der gewohnten Umgebung – zu Hause – sterben. Dennoch sterben nur ca. 30% zu Hause, knapp 10% in Pflegeeinrichtungen und nahezu 60% in Krankenhäusern. Im §37b SGB V hat der Gesetzgeber die Leistungen geregelt.

Ziel

Mit der Spezialisierten ambulanten Palliativversorgung (SAPV) soll erreicht werden, dass von schwerstkranken Menschen die Lebensqualität und Selbstbestimmung erhalten, gefördert und verbessert wird. Vorrangiges Ziel ist, dass die Versicherten in ihrer häuslichen und familiären Umgebung verbleiben können. Nicht angemessene Krankenhausaufenthalte sollen vermieden werden.

Im Rahmen der SAPV werden die Leiden und Symptome einzelfallgerecht gelindert, womit die Leistung eine medizinisch-pflegerische Zielsetzung und keinen kurativen Ansatz hat. Dabei stehen Bedürfnisse und Wünsche des Patienten im Mittelpunkt.

Aktuelles

Wichtig!

Ab sofort erreichen Sie unser Büro unter der Telefonnummer 03944 96-2431 und die Fax-Nummer 03944 96-2439

 

Termin: 

Am 19.10.2022 findet ein Qualitätszirkel der SAPV zum Thema "Ernährung am Lebensende" statt. 

Krankheitsbilder

Versicherte haben Anspruch auf SAPV, wenn sie an einer nicht heilbaren, forschreitenden und so weit forgeschrittenen Erkrankung leiden, dass dadurch ihre Lebenserwartung begrenzt ist.

  • Tumorerkrankungen und deren Symptome
  • weit fortgeschrittene Erkrankungen des Herzens und der Lunge
  • weit fortgeschrittene Erkrankungen des Magens und Verdauungssystems
  • weit forgeschrittene Erkrankung der Nieren
  • Neurologische Erkrankungen im Finalstadium (zB. ALS, Schlaganfall, Demenz)

Leistungen

  • Schmerztherapie, Symptomkontrolle und Krisenintervention
  • Beratung zum häuslichen Pflegebedarf in der Zusammenarbeit mit dem Pflegedienst
  • Psychosoziale Betreuung der Patienten und ihrer Angehörigen
  • 24-Stunden-Rufbereitschaft in Krisensituationen
  • Betreuung durch ein erfahrenes Team, bestehend aus qualifizierten Ärzten und Pflegefachkräften
  • Koordination des Unterstützungsbedarfs mit anderen Leistungserbringern, wie Pflegedienste, Sanitätshäuser, Apotheken, Physio- und Ergotherapien...

Kooperationen

„Jeder Mensch hat ein Recht auf ein Sterben unter würdigen Bedingungen. Er muss darauf vertrauen können, dass er in seiner letzten Lebensphase mit seinen Vorstellungen, Wünschen und Werten respektiert wird und dass Entscheidungen unter Achtung seines Willens getroffen werden.“ *

* Aus der „Charta zur Betreuung schwerstkranker und sterbender Menschen in Deutschland“; herausgegeben von der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin, dem Deutschen Hospiz- und PalliativVerband und der Bundesärztekammer.

Kontakt und Downloads

Postanschrift

Medizinisches Zentrum Harz GmbH
Palliativzentrum
Ilsenburger Straße 15
38855 Wernigerode

Kontakt - Büro

Palliativzentrum
Thiestraße 7-10 (Haus F)
38889 Blankenburg

Tel.: 03944-96-2431
Fax.: 03944-96-2439

Bürozeiten

Montag bis Freitag
07:00 - 15:30 Uhr

Außerhalb der Bürozeiten, an den Wochenenden und Feiertagen sind wir für eingeschriebene/ betreute Patienten in einer 24-Stunden-Rufbereitschaft erreichbar.

Team

Leitender Arzt

Hans-Arne Schmidt, FA für Allgemeinmedizin, Palliativmedizin zur Webseite

Ärztinnen und Ärzte im Team

DM Dagmar Boczek, FÄ für Anästhesie, Schmerzmedizin, Palliativmedizin

Dr. Olf Czernohorsky, FA für Allgemeinmedizin, Palliativmedizin

Dr. Heiko Geiling, FA für Allgemeinmedizin, Palliativmedizin 

Ines Golla, FÄ für Anästhesiologie, Schmerztherapie, Palliativmedizin

Dr. Angela Greulich, FÄ für Allgemeinmedizin, Palliativmedizin zur Webseite 

Dr. Sofia Hein, FÄ für Allgemeinmedizin, Chirurgie, Palliativmedizin

DM Konrad Heller, FA für Allgemeinmedizin, Palliativmedizin

Dr. Burkhard Hoffmann, FA für Innere Medizin, Palliativmedizin

Dr. Reinhild Lorenz, FÄ für Allgemeinmedizin, Palliativmedizin 

DM Jörg Thomas, FA für Allgemeinmedizin, Palliativmedizin

Pflegefachkräfte mit Qualifikation
in Palliative Care

David Beck, leitende Pflegefachkraft
Jennifer Wuckel, stell. Ltg. Pflegefachkraft

Nadine Balin, Pflegefachkraft

Doreen Meyer, Pflegefachkraft

Andrea Rettkowski, Pflegefachkraft

Doreen Schmidt, Pflegefachkraft
 

Büro

Franziska Laniewski

Kontaktaufname

Die Spezialisierte ambulante Palliativversorgung SAPV wird vom Haus- oder Facharzt verordnet und ergänzt die bisherige medizinische und pflegerische Versorgung. Der Hausarzt bleibt der vertraute und erste Ansprechpartner und wird in der Behandlung der weit fortgeschrittenen Erkrankung mit schwer einzustellenden Symptomen durch das SAPV-Team unterstützt. 
Für die Verordnung wird das den Ärzten bekannte Formular 63 verwendet. Eine Pflegefachkraft und eine Ärztin / ein Arzt aus dem Team kommt dann nach telefonischer Absprache zu einem Aufnahmegespräch in die Häuslichkeit oder auch in die Pflegeeinrichtung.

In besonderen Notsituationen steht für betreute Patientinnen und Patienten die 24-h-Bereitschaft zur Verfügung. Der Anruf beim Palliativteam kann den Einsatz eines Notarztes oder ärztlichen Hausbesuchsdienst ersetzen. Die Telefonnummer für die Rufbereitschaft erhalten Patienten bei Aufnahme.